VEREIN SAFIER STÄLLE
 


Über den Verein

Noch erinnern im Safiental zahlreiche Ställe an die traditionelle Landwirtschaft der Walser. Um dieses Siedlungsbild als kulturelles Erbe Safiens zu erhalten, wurde 2003 der Verein Safier Ställe gegründet. Er unterstützt die Eigentümer:innen solcher Ställe vom ersten Schritt bis zum letzten Nagel bei der Neueindeckung mit Holzschindeln aus einheimischen Fichten. Dabei kann sich der Verein seit jeher auf die finanzielle Unterstützung des Fonds Landschaft Schweiz, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, Lotteriefonds Zürich und der Denkmalpflege Graubünden verlassen, wodurch die Kosten einer Neueindeckung mit traditionellen Holzschindelnder auf das Niveau eines Blechdachs gesenkt werden können und der Erhalt der typischen landschaftsprägenden Ställe auch für die Zukunft gesichert ist.


Hintergrund

Bereits im 14. Jahrhundert wurde unser Safiental von den Walsern vom Rheinwald her über verschiedene Pässe besiedelt. Die Walser rodeten Wälder, errichteten Häuser und legten damit den Grundstein für eine über Jahrhunderte erhaltene Landwirtschaftspraxis. Charakteristisch für die Safier Kulturlandschaft ist die Streusiedlung: Wohnhäuser, Ställe und Alphütten liegen verstreut in den Geländekammern und prägen bis heute das Bild des Tals. Hervorzuheben für die traditionelle Landwirtschaft war die dezentrale Lage des Heus. Dies führte zu den alljährlichen Wanderungen der Bauern mit ihren Tieren oder Heuschlitten. Sie führten von Stall zu Stall und im Sommer auf die Alp.


Die ältesten noch bestehenden Bauten stammen aus dem 17. Jahrhundert, die jüngsten aus dem 20. Jahrhundert. Trotz dieser langen Zeitspanne von rund 300 Jahren hat sich die Bauweise der Ställe und Scheunen kaum verändert, wodurch ihr archaischer Ausdruck bis heute bewahrt blieb.

Für die Zukunft sichern

Mit der Modernisierung der Landwirtschaft verlieren jedoch viele dieser kleinen Gebäude ihre ursprüngliche Funktion. Im Safiental stehen inzwischen zahlreiche Ställe und Herdställe, die nicht mehr genutzt werden und deren Erhalt zunehmend gefährdet ist.

Die Nutzungsfrage stellt sich früher oder später jeder Besitzer solcher Gebäude. Alpgebäude können gut als Ferienwohnungen vermietet werden, oder man kann siedlungsnahe Ställe als Lagerräume nutzen. Weniger Perspektiven haben jedoch die abgelegenen Herdställe und die kleinen Viehställe, bei denen zusätzlich zum Nutzungsverlust durch die Zentralisierung der Betriebe die derzeitige Gesetzeslage leider kaum Spielraum für eine Umnutzung bietet. Da sich dies jedoch in Zukunft durchaus ändern kann, sollte es auch für die Eigentümer von Bedeutung sein, dass die Ställe Erhalten werden und so vielleicht nicht ihnen, aber womöglich den nachfolgenden Generationen wieder nützlich werden können. Mit einer Dachsanierung oder Neueindeckung kann die Bausubstanz geschützt und das Gebäude für die nächsten 75 Jahre erhalten werden.


Mitglied werden
Sehr gerne begrüssen wir in unserem Verein auch Neumitglieder. Wenn dein Interesse geweckt ist, kannst du dich sehr gerne bei uns melden.
Mit einer Mitgliedschaft im Verein kannst Du aktiv zum Erhalt der Safierställe beitragen. Sei es mit Ideen, mit finanziellen Mitteln, oder mit tatkräftiger Unterstützung
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Spenden
Natürlich sind wir auch um jede finanzielle Unterstützung dankbar, unabhängig von der Höhe. Wenn du auf diese Weise für Erhalt der Ställe mithelfen willst, findest du unten die entsprechenden Angaben. Ebenfalls ist im Ausstellungstall in Thalkirch ein Kässeli aufgestellt, das sich über jede Münze freut.
Vielen Dank!


Bankverbingung/ IBAN               CH04 0900 0000 9016 9364 4 

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